Unser Panhard Dyna Z12 im Golf von Saint-Tropez

Diese Seite erzählt die Geschichte unseres eigenen Dyna Z12: Kauf, erste Prüfung, Transport in den Süden und die Arbeiten, die noch nötig sind, bevor er wieder mit Vertrauen fahren kann.

Anzeige des Panhard Dyna Z12

Wir haben diesen Panhard Dyna Z12 im Oktober 2020 gekauft, nachdem wir ihn in der Bretagne gefunden hatten. Im Juni 2023 kam er in den Golf von Saint-Tropez, nicht als fertiges Ausstellungsauto, sondern als ehrliches Projekt, das sorgfältig wieder auf die Straße gebracht werden soll.

Kauf: Oktober 2020

Unser Panhard Dyna Z12 erschien zuerst in einer Anzeige aus der Bretagne. Die Fotos reichten aus, um die Linie des Autos zu verstehen: die runde Karosserie, das weiche Profil der 1950er Jahre und die unverwechselbare Front, auch wenn der zentrale Scheinwerfer fehlte. Perfekt war er nicht, aber er wirkte vollständig und ehrlich.

Die Entfernung machte die Entscheidung schwieriger. Wir wohnen weit von der Bretagne entfernt, also sah sich Jean-Noëls Bruder den Wagen für uns an. Er kennt Autos gut und hat, wie Jean-Noël, sein Berufsleben in Poissy bei Peugeot verbracht. Seine Einschätzung war wichtig, denn die Dyna brauchte mehr als Begeisterung. Sie brauchte einen ruhigen, praktischen Blick.

Panhard Dyna Z12 aus einer Anzeige in der Bretagne

Warum dieser Dyna Z12

Das Auto reizte uns aus mehreren Gründen. Zuerst ist da die allgemeine Form der Dyna Z, rund und ausgewogen, mit einem Gesicht, das keine andere französische Limousine dieser Zeit wirklich teilt. Dann kommen die hinten angeschlagenen Türen, der Boxermotor, der Frontantrieb und die ganze Panhard-Logik, mit weniger Gewicht mehr zu erreichen.

Unser Exemplar hatte außerdem genau den Zustand, den wir für eine Restaurierung mögen. Es war kein zerlegtes Puzzle und auch nicht zu einem anonymen Glanzstück überrestauriert. Der originale Innenraum war noch vorhanden, die Karosserie war lesbar und das Auto trug sein Alter sichtbar.

Panhard Dyna Z12 mit geöffneten hinten angeschlagenen Türen

Die erste Prüfung

Der Bericht aus der Bretagne war beruhigend. Der Motor lief. Karosserie und Lack waren original. Die ernsthafte Korrosion konzentrierte sich vor allem auf den Boden, was nie ein Detail ist, aber zumindest ein klarer Befund. Der Innenraum war für sein Alter gut erhalten, nur der Dachhimmel hatte ein kleines Loch. Das Auto gab nicht vor, besser zu sein, als es war.

  • laufender Motor, vor regelmäßiger Nutzung gründlich zu prüfen
  • originale Karosserie und Lackierung
  • durchgehender Rost vor allem im Bodenbereich
  • originaler Innenraum als gute Basis vorhanden
  • Dachhimmel an einer Stelle beschädigt
Der Dyna Z12 nach dem Kauf in der Bretagne Der Dyna Z12 fährt vom Anhänger

Das reichte uns. Die Dyna hatte Arbeit vor sich, aber sie war eine stimmige Basis. Sie hatte eine Geschichte, hatte ihre Identität nicht verloren und verdiente Geduld.

Von der Bretagne in den Golf von Saint-Tropez

Bis Juni 2023 blieb der Wagen trocken in der Bretagne, während wir seine Ankunft vorbereiteten. In dieser Zeit sammelten wir Handbücher, zeitgenössische Informationen, Clubnotizen und praktische Hinweise. Bei einem Panhard ist Dokumentation kein Luxus. Die technischen Entscheidungen sind eigen genug, um methodisches Arbeiten zu verlangen.

Als der Transport schließlich organisiert war, kam die Dyna auf dem Anhänger in den Süden. Sie im Golf von Saint-Tropez ankommen zu sehen, war ein besonderer Moment. Sie trug noch den Staub der Bretagne, stand aber nun in ihrer neuen Garage, geschützt und bereit für die nächste Etappe.

Der Panhard Dyna Z12 auf dem Weg in den Süden

Die ersten Arbeiten

Der Motor läuft, braucht aber eine echte Wartung, bevor wir ihm vertrauen können. Die Bremsen müssen vollständig überholt werden. Der Boden muss dort sauber repariert werden, wo die Korrosion durchgegangen ist. Auch die Elektrik braucht eine sorgfältige Prüfung, besonders Massepunkte und alte Verbindungen.

Im Innenraum wollen wir so viel Originalmaterial wie möglich erhalten. Sitze und Verkleidungen gehören zur Identität des Autos. Reinigen, reparieren und bewahren ist uns wichtiger als alles zu ersetzen. Für die Karosserie gilt dasselbe: Rost reparieren, Struktur stabilisieren und nur dort neu lackieren, wo die Arbeit es verlangt.

  • Boden: vollständige Reparatur mit angefertigten Blechen.
  • Bremsen: Schläuche, Radzylinder, Beläge und Entlüftung gründlich erneuern.
  • Motor: Zündung einstellen, Vergaser reinigen und Kompression prüfen.
  • Elektrik: Kabelbaum, Massepunkte und zuverlässige Verbindungen kontrollieren.
  • Innenraum: originale Stoffe möglichst bewahren und den Dachhimmel ersetzen.
  • Karosserie: Korrosion reparieren und dort lackieren, wo es nötig ist.
Motorraum des Dyna Z12 Zu reparierender Boden des Dyna Z12

Technische Daten: Panhard Dyna Z12

Modell: Panhard Dyna Z12
Jahr: 1957
Karosserie: Viertürige Limousine, Stahlkarosserie
Motor: Luftgekühlter Zweizylinder-Boxer
Hubraum: 851 cm³
Leistung: 50 SAE-PS bei 5.000 U/min
Getriebe: Viergang-Schaltgetriebe
Höchstgeschwindigkeit: 135 km/h
Gewicht: Etwa 850 kg
Antrieb: Frontantrieb
Originalfarbe: Hellgrün
Besonderheiten: Zentraler Scheinwerfer, hinten angeschlagene Türen und runde Linien der 1950er Jahre

Galerie

Panhard Dyna Z12 von rechts Panhard Dyna Z12 von vorn Panhard Dyna Z12 von links
Vorderer Innenraum des Panhard Dyna Z12 Heckansicht des Panhard Dyna Z12 Hinterer Innenraum des Panhard Dyna Z12

Im Moment wartet die Dyna geschützt in ihrem Unterstand. Die nächsten Schritte werden technisch und geduldig sein. Das Ziel ist einfach: sie wieder auf die Straße bringen, ohne das Auto auszulöschen, das aus der Bretagne gekommen ist.