Citroën 2CV4: eine vollständige Basis aus dem Doubs

Diese 2CV4 kam nicht zufällig in die Werkstatt. Sie wurde zunächst im Doubs entdeckt, als noch einige fehlende 2CV-Teile gesucht wurden, und einige Monate später als ernsthafte Restaurierungsbasis gekauft.

Im Dezember 2024 erworben, war sie vollständig, aber nicht fahrbereit. Die stark angegriffenen Böden waren sofort sichtbar, doch es war noch genug Substanz vorhanden, um die Fahrt und den Rücktransport auf dem Anhänger zu rechtfertigen.
Frontansicht unserer grauen Citroën 2CV4 in der Werkstatt

Ein Auto, das zunächst nur über Teile ins Blickfeld kam

Die Geschichte dieser 2CV4 beginnt sehr schlicht. Garage Sava suchte zunächst nach dem, was noch fehlte, um eine frühere Restaurierung an einer blauen 2CV abzuschließen. Ein Teil der Teile war bereits anderswo bestellt, doch einige Positionen fehlten noch und wurden schnell gebraucht. In diesem Moment kam eine Verkäuferin aus dem Doubs ins Spiel, die einen großen Bestand an 2CV-Teilen abgab.

Die erste Fahrt dorthin hatte also nichts mit dem Kauf eines Autos zu tun. Es ging nur darum, fehlende Teile zu holen, um ein laufendes Projekt zu Ende zu bringen. Doch beim Blick auf den Bestand und auf die noch vorhandenen Fahrzeuge blieb die Möglichkeit im Kopf. Dort lag vielleicht eine Basis für später.

Linke Seitenansicht unserer Citroën 2CV4 in der Werkstatt
Die linke Seite zeigt ein vollständiges Auto, noch sichtbar ermüdet, aber bereits schlüssig als Arbeitsbasis.

Ein zweiter Besuch, diesmal wegen des Wagens selbst

Einige Monate später wurde erneut Kontakt aufgenommen, um zu fragen, ob noch Autos zum Verkauf standen. Bei diesem zweiten Besuch wurde diese 2CV4 wirklich entdeckt. Der erste Befund war recht klar: Das Auto war vollständig. Die Kotflügel waren vorhanden, der Motor ebenfalls, und das Ganze ergab noch eine erkennbare Basis. Sie lief nicht, aber sie war nicht so ausgeschlachtet, dass jedes Interesse verloren gewesen wäre.

Gerade bei einer 2CV ist das entscheidend. Eine unvollständige Karosse wird schnell zu einem zerstreuten, teuren und unsicheren Projekt. Hier blieb das Auto trotz sichtbarer Schwächen als Ganzes lesbar. Man sah noch ein Fahrzeug und nicht nur einen Haufen Teile, die erst mühsam zusammengesucht werden müssten.

Heckansicht unserer Citroën 2CV4 bei der Rückkehr auf dem Anhänger
Das Heck bestätigt, dass der Wagen vor der Rückkehr in die Werkstatt nicht ausgeschlachtet worden war.

Stark angegriffene Böden, aber noch eine brauchbare Grundlage

Die Schwachstelle zeigte sich schnell: Die Böden waren stark angegriffen. Bei einer Ente ist das nichts Überraschendes, musste aber klar benannt werden. Trotzdem reichte die sichtbare Korrosion nicht aus, um das Auto auszuschließen. Nach dem ersten vollständigen Rundgang wirkte es insgesamt noch gesund genug, oder zumindest stimmig genug, um in der Werkstatt gründlicher geprüft zu werden. Genau das ist bei einem populären älteren Fahrzeug oft die entscheidende Schwelle: Es muss nicht alles schön sein, aber eine vernünftige Restaurierungslogik muss noch möglich bleiben.

Auch der Rahmen spielte mit. Der Preis wurde als korrekt eingeschätzt, und vor allem stand der Wagen nicht am anderen Ende des Landes. Es mussten keine sechshundert Kilometer für eine völlig unsichere Basis gefahren werden. In diesem Moment sah die 2CV4 nach dem aus, was man oft sucht, ohne es groß auszusprechen: eine unvollkommene, aber vollständige, nahe und noch ehrliche Ausgangsbasis.

Unterboden unserer Citroën 2CV4 auf dem Anhänger
Der Unterboden.

Rücktransport auf dem Anhänger und Beginn einer genaueren Lektüre

Nach dem Kauf wurde die 2CV4 abgeholt und auf dem Anhänger in die Werkstatt gebracht. Dort begann eine langsamere und genauere Phase. Was vor Ort vielversprechend gewirkt hatte, musste Punkt für Punkt überprüft werden, mit getrenntem Aufbau und Fahrgestell, um zwischen üblicher 2CV-Alterung und wirklich schwererem Substanzverlust zu unterscheiden.

Vorderer Innenraum unserer Citroën 2CV4
Auch der vordere Innenraum war noch vorhanden, ein weiterer nützlicher Hinweis auf die Vollständigkeit des Wagens.

Diese 2CV4 ist also weder das Ergebnis eines spontanen Kaufs noch einer romantisierten “Scheunenfund”-Geschichte. Sie ist zuerst eine Arbeitsbasis, gewählt wegen ihrer Vollständigkeit, ihrer Nähe und ihres vernünftigen Potenzials. Die eigentliche Fortsetzung mit Zerlegung, Unterboden, Mechanik und Zusammenbau wird auf der Seite zur Restaurierung dieser 2CV4 beschrieben.

Gesamtansicht des Innenraums unserer Citroën 2CV4
Innenraum und Rückbank gehören ebenfalls zum Zustandsbefund vor der Zerlegung.

Um dieses Auto in die Citroën-Linie einzuordnen, hilft zunächst die allgemeine Geschichte der 2CV. Danach führt die Seite zur Restaurierung dieser 2CV4 direkt in den eigentlichen Werkstattteil.

Quellen

  1. Interne Audio-Transkription: erster Zustandsbefund der 2CV4, Werkstatt SAVA, Erwerb im Dezember 2024.